Die ersten zwei Wochen in Amerika

Ich bin jetzt nun schon seit 3 Wochen in den USA, hab es bisher aber leider noch nicht fertig gebracht, was von mir hören zu lassen. Aber besser spät als nie, und so erzähl ich Euch jetzt mal so ein bisschen was ich bisher erlebt habe.

Nachdem ich am 29. August in Stuttgart gestartet bin, verlief eigentlich der ganze Flug ziemlich gut bis der Pilot eine halbe Stunde vor unserem Zielflughafen in Boston die erste Schleife geflogen ist und erstmal 10min lang Richtung Osten geflogen ist. Irgendwann hat er dann auch mal wieder umgedreht und das ganze noch 2mal wiederholt. Mit einer Stunde Verspätung kamen wir dann aber doch noch an und auch der "Abholdienst" von der Uni war glücklicherweise noch da.

Da waren wir also. In Boston schüttete es in Strömen, nachdem es wohl den kompletten Sommer extrem trocken war. (Wie wir erfahren haben, waren das die Ausläufer von Katrina und 2 Tage später hatten wir wieder Hitze ohne Ende.)

Zur University of Massachusetts Dartmouth (kurz UMassD) fährt man von Boston aus ungefähr anderthalb Stunden richtung Süden. Wer sich den Campus bei Google-Maps mal anschauen möchte, hier der Link

Ich wohne On-Campus und es sind ca. 10min zur Uni, also wie in Stuttgart auch. Wir wurden zunächst mal in temporären Zimmern untergebracht. Keiner weiß eigentlich so genau, warum, aber nach einer Woche durften wir dann endlich in unsere endgültigen Zimmer, die nagelneu und echt nett sind. Sogar mit Air-Conditioning (wer ein kleines Video davon sehen möchte: http://petergoetz.de.vu/gallery/zimmer.avi). An das Air-Conditioning muss man sich hier natürlich auch erstmal wieder gewöhnen: in den öffentlichen Gebäuden und somit auch in den Klassenzimmern hat es meist ca. 17 Grad). Auch wenn es draußen bärig heiß ist, nehme ich immer einen Pulli in die classes mit.

In der ersten Woche mussten wir dann an der 2tägigen Orientation teilnehmen, die teilweise nett, teilweise aber total überflüssig war. Naja, wir haben dort z.B. gelernt, dass es auf dem Campus ein eigenes Police Department gibt und hier für den Campus 23!!! Police Officers zuständig sind. Man kann sich in der Library eskortieren lassen, falls man abends Angst hat, allein durch die Bib zu laufen. Wenn irgendwo eine Party in den öffentlichen Gebäuden ist, stehen immer zwei Polizisten dabei und passen auf, dass nichts passiert. Bevor man in den UMD Pub reindarf muss man durch den Metall-Detektor. Bisschen paranoid. But hey, that's America!

Ich wohne hier in meiner Wohnung mit einem Ami, einem Inder und einem deutschen zusammen und alle sind sehr nett. Sowieso wurden wir hier sehr nett empfangen, auch von der Uni. Alle Profs versuchen zu tun was geht, um es einem so einfach wie möglich zu machen. Etwas ungewohnt ist für mich immer noch, dass man viele Profs und sonstigen Angestellten beim Vornamen nennt. Mittlerweile haben nun auch schon die Kurse angefangen und ich bin mit meiner Kurswahl ganz zufrieden, soll heißen ich habe glücklicherweise noch etwas Freizeit im Gegensatz zu anderen Deutschen hier.